Gänsesäger: Genug zugeschaut!

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Im Bundeshaus erkennt man endlich, dass zum ernsthaften Schutz von gefährdeten Fischarten auch der angemessene Schutz vor Prädatoren gehört.

Am 18. August 2025 war eine Delegation des Schweizerischen Fischerei-Verbands (SFV) eingeladen, um der ständerätlichen Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK-S) die Unterstützung des SFV für die parlamentarische Initiative 24.431 des Tessiner Ständerats Fabio Regazzi zu begründen.

Diese verlangt, dass der bisher absolute Schutzstatus des Gänsesägers angepasst werden soll an die heutige Realität. Die Art, deren Bestand seit Jahren wieder zunimmt, bleibt grundsätzlich geschützt, kann künftig aber gezielt reguliert werden, wenn gefährdete Fischbestände wie beispielsweise Äschen, Nasen und Seeforellen in Bedrängnis sind.

SFV-Vizepräsident Stefan Wenger und das neue GL-Mitglied Philipp Helfenstein hatten einen starken Auftritt vor der UREK-S!

Stefan Wenger fasst zusammen: «Wir haben deutlich gemacht: Vogelschutz ist wichtig – doch man darf nicht Tiergruppen gegeneinander ausspielen im Umweltschutz. 75 Prozent aller einheimischen Fischarten sind heute gefährdet, vom Aussterben bedroht oder sogar ausgestorben. Fische gehören zu den am stärksten bedrohten Tiergruppen unseres Landes und brauchen dringend besseren Schutz! Dieses Argument ist angekommen!»

Mit 10 zu 3 Stimmen entschied die UREK-S unter Präsident Beat Rieder, der Initiative Folge zu leisten.

Philipp Helfenstein freut sich: «Das ist ein wichtiger Schritt für die Biodiversität in unseren Gewässern und ein starkes Signal, dass der Fischschutz endlich mehr Gewicht erhält!»

Nun wird die parlamentarische Initiative zur Vorprüfung in die Kommission des Nationalrats überwiesen, die UREK-N. Der SFV wird dieses vielversprechende politische Projekt weiterhin eng begleiten.

Dank der hervorragenden Vernetzung der aktuellen Geschäftsleitung im Bundeshaus stehen die Chancen für einen echten Fortschritt in der seit Jahren problematischen und frustrierenden Gänsesäger-Diskussion gut!
 

Quelle: Offizielle Medienmitteilung der UREK-S vom 19. August 2025 (parlament.ch)